Wasserhäusje-Tag

Historisches

Wasserhäuschen-Symbol in Orange

Das „Wasserhäuschen“ ist die typische Bezeichnung für freistehende Kioske im Rhein-Main-Gebiet – seit über 150 Jahren Teil des Frankfurter Alltags.

Historisches Wasserhäuschen mit Werbung für Tabak, Süßwaren und Binding Bier, daneben ein Mann mit Hut
Amtliches Schreiben des Frankfurter Magistrats von 1914 zur Genehmigung eines Schankhäuschens für Selterswasser und Limonade
Drei Männer am Verkaufsfenster eines Wasserhäuschens, historische Aufnahme in Sepia

Die Anfänge

Die Ursprünge reichen bis Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Mit der Erfindung der künstlichen Kohlensäure wurde Mineralwasser erstmals industriell hergestellt und über feste Verkaufsstellen vertrieben. In Frankfurt prägten Limonadenhersteller wie Gebrüder Krome und Jöst das Bild der kleinen Büdchen.

Anfangs gab es dort übrigens keinen Alkohol – nur Selterswasser, Tee, Obst, Tabakwaren und Süßigkeiten.

Wasserhäusje, Trinkhalle, Büdchen

Bundesweit sprach man von „Trinkhallen“ – ein Begriff aus dem Kurbetrieb, der später allgemein für Kioske mit Schanklizenz verwendet wurde. Im Volksmund aber hieß und heißt das kleine Büdchen in Frankfurt bis heute: Wasserhäusje.

Drei Menschen in Kleidung der 1960er Jahre vor einem runden Wasserhäuschen mit Binding-Bier-Schild
Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Frankfurter Wasserhäuschens mit Leuchtschild und Zeitungsständern davor
Historische Aufnahme der Trinkhalle Sausen an einer Frankfurter Straßenecke, davor eine Radfahrerin

Blütezeit und Wandel

In den 1970er-Jahren gab es in Frankfurt rund 800 Wasserhäuschen. Heute existiert nur noch ein Bruchteil davon. Dennoch sind viele bis heute lebendige Treffpunkte – manche haben sich zu kleinen Cafés mit Biergarten entwickelt.

Wasserhäuschen mit Schild Trinkhalle, ein Kunde steht am Verkaufsfenster
Runder Verkaufskiosk mit der Aufschrift Schwanheimer Büdchen und rot-weiß gestreiftem Sockel
Trinkhalle am Eisernen Steg in Frankfurt, Kundinnen und Kunden stehen am Verkaufsfenster

Ein Stück Frankfurt

Sie gehören fest zum Stadtbild, sind Anlaufpunkt für Nachbarschaften und ein Stück gelebter Frankfurter Kulturgeschichte.